Apfelfest im Nationalpark Unteres Odertal

Die „Kiebitze“ helfen beim Ernten der Streuobstwiese – Apfelfest im Parkgarten

Auch dieses Jahr gab es wieder das Apfelfest der Junior Ranger Gruppe „Kiebitze“ aus dem Nationalpark Unteres Odertal. Diesmal fand es schon am Samstag, den 21.09.2019 statt, da die Apfelbäume dieses Jahr durch die Hitze schon viel früher geblüht hatten und somit auch die Äpfel früher reif waren.

Los ging es um 12Uhr und einem kleinen Apfelmemory, mit dem die Kinder spielerisch die alten Apfelsorten kennenlernen konnten. Neben Kaiser Wilhelm waren auch Danziger Kant, Boskoop und Landsberger Renette dabei. Danach hieß es ab auf die Streuobstwiese und Äpfel sammeln! Dazu wurden die Äste geschüttelt was das Zeug hielt. Ein paar Mutige kletterten auch auf die Apfelbäume um weiter Äpfel herunterzuholen. Wer unter dem Baum stand musste aufpassen, dass ihm kein Apfel auf dem Kopf viel. Eine unserer erfahrensten Junior Rangerin Emily Bauer trug deswegen in weißer Voraussicht einen Fahrradhelm. Sobald die Äpfel am Boden lagen wurden sie fleißig eingesammelt und in Säcken auf den Hänger verladen. Nebenbei erfuhren die Kinder von den beiden Naturwächtern Christian Ehrke und Milena Kreiling etwas über die Besonderheit und Artenvielfalt von Streuobstwiesen. Auch das probieren der verschiedenen alten Apfelsorten kam dabei nicht zu kurz.

Danach war erstmal eine kleine Stärkung angesagt. Jeder brachte etwas mit und so hatten wir ein reichhaltiges Buffet was keine Wünsche offen ließ. So gab es leckeres Wildgulasch, Brot aus dem Lehmbackofen, Kräuterbutter, Muffins, Waffeln, …

Um nicht in ein Mittagstief zu verfallen ging es nach der Pause weiter. Die gesammelten Äpfel wurden mit dem Parkgärtner Herr Schmiedinghoff gehäckselt und anschließend gepresst. Währenddessen konnten die Kinder und Jugendlichen selber Etiketten entwerfen und ihr Wissen an einem Apfelquiz testen. Die drei schönsten Apfelsaft-Etiketten von einer Jury prämiert. Platz 1 ging an Maya Lesenarova-Viehoff (8 Jahre), ihr Etikett wird die Flasche des diesjährigen Jahrgangs „Criewener Gold“ schmücken. Dieser kann bald im Nationalparkladen und auch im Parkgarten gekauft werden.
Zum Ende des Tages durfte jedes Kind eine Flasche kaltgepressten Apfelsaft mit dem eigenen Etikett mit nach Hause nehmen.

Im Namen der „Kiebitze“ bedanke ich mich an allen Helfern, die dieses Apfelfest ermöglicht haben. Ganz besonders bei Herr Schmiedinghoff, Herr Dietrich und Herr Loest!

Unterwegs am Biberdamm

Am 04.05.2019 waren wir Junior-Ranger mit einigen Eltern und Geschwistern im Einsatz zwischen Wolletz und Altkünkendorf. Tina und Elfi erklärten uns vor Ort, was zu tun war.

Unsere Aufgabe bestand darin, den Bereich des Biberdamms von lockeren Ästen zu befreien und an den Straßenrand zu legen, wo sie später abgeholt werden würden.

Außerdem sammelten wir Steine aus dem Flusslauf, die aus einer früheren Baumaßnahme weggespült wurden und später wieder für die Verstärkung des Damms benutzt werden können.

Alle hatten viel Spaß und haben sich bei den kalten Temperaturen warm gearbeitet.

Für uns Junior-Ranger war es ein richtiges Abenteuer, über Baumstämme zu klettern und mit Gummistiefeln im Fluss zu waten.

Zum Schluss gab es für alle Bratwurst, Kakao, Stockbrot und eine Kirchturmbesichtigung.

Danke an die fleißigen Vorbereiter und Grillmeister!

Bis zum nächsten Einsatz, der am 16.8.2019 startet. Da besucht uns ein Filmteam und wir können zeigen, was wir geleistet haben und schon alles wissen.

Euer Junior-Ranger Anton (9 Jahre alt)

Brandenburger Volunteer Ranger zu Besuch im Nationalpark Sächsische Schweiz

Am Mittwoch den 29.05.2019 ging es mit drei Volunteer Rangerinnen aus Brandenburg los in die Sächsische Schweiz zum 3. Sachsentreffen! In Pfaffendorf trafen wir auf Mario, den Betreuer Vorort, und vier weiter Jugendliche aus der Region. Bei einem gemütlichen ersten Abend lernten wir Feuer ohne Papier und nur mit einem Streichholz anzuzünden und kochten darauf dann unser Abendessen. Mit ein paar Werwolf-Runden ließen wir den Abend ausklingen.

Der nächste morgen startete mit einem Frühstück und einer Umpackaktion, so dass alle vernünftige Rucksäcke für die bevorstehende Wanderung hatten. Außerdem wurde noch Gemeinschaftsgepäck verteilt. Wer wollte konnte sich auch einen Wanderstock schnitzen. Und dann stürzten wir uns auch schon mit Karte und Kompass ins Abenteuer! Vorbei an Quirl und Pfaffenstein ging es erstmal bergab Richtung Cunnersdorfer Bach, nur um dann wieder bergauf Richtung Lampertsstein zu gehen… Dort oben wurden uns Mittagspause, eine wunderschöne Aussicht und die Hälfte des Weges angepriesen. Die letzten Meter bis auf den Lampertsstein kürzten wir über einen Forstweg und dann querfeldein ab. Oben angekommen waren wir dann erstmal KO aber glücklich.
Frisch gestärkt ging es weiter an das restliche Stück Richtung Forsthütte, welche eigentlich nur noch knapp 8km entfernt lag. Wir entschieden uns aber hin und wieder (unbewusst) für eine längere Variante und so bekamen wir schon bald nur noch zu hören, dass wir nur noch eine Stunde laufen müssten. Teils wanderten wir auf befestigten Waldwegen, teils kraxelten wir auch wieder quer durch den Wald und immer ging es bergab und bergauf. Wir Brandenburger glaubten schon nicht mehr an ein Erreichen der Forsthütte bei Tageslicht und mussten unsere letzten Reserven benutzen. Und wieder ging es steil bergab durch den Wald und sogar durch oder über den Fuchsbach, was manche durch nassen Füße und Hosen zu spüren bekamen. Und dann der Endspurt, ein befestigter Weg der sich aber noch gefühlt in die Länge zog… Gegen 20:30Uhr erreichte dann auch endlich unsere Brandenburger Nachhut die Forsthütte. Nach dem Abendessen fielen wir auch alle in die Schlafsäcke.

Ausgeschlafen, aber mit einigen Blasen und Mückenstichen ging es dann am nächsten Tag an die Renovierung der Forsthütte. Alter Lack wurde abgeschmirgelt und Dreck entfernt, bevor die Hütte wieder frisch gestrichen wurde. Den Nachmittag verbrachten wir am nahegelegenen Taubenteich mit lesen, spielen und Staudamm bauen. Die, die sich trauten konnten sich auch im Taubenbach waschen, da wir unterwegs kein Fließend Wasser hatten. Trinkwasser wurde aus der nahegelegenen Quelle geholt und unsere Mahlzeiten auf einem Campingkocher selber zubereitet.

Die letzte Etappe unserer Wandertour führte uns am Samstag, nach zwei Nächten in der Forsthütte, erstmal auf einen Asphaltweg. Aber Mario wäre nicht Mario, wenn es nicht irgendwann wieder über eine Rückegasse bergauf ginge. Man merkte wie uns noch die lange Tour vom Donnerstag in den Knochen steckte, aber dafür waren diesmal unsere Rucksäcke leichter! Trotzen schleppten wir uns teilweise den Berg hoch und waren froh, als wieder ein gerades Stück in Sicht kam. Nach einer kleinen Stärkung entschieden sich aber fast alle dazu ohne Gepäck noch auf den Katzfels zu klettern. Dort oben vom Signal hatte man wieder eine super Aussicht auf das Tal und konnte sogar schon das Freibad hören. Der Abstieg mit Aussicht auf eine Dusche und kaltes Wasser beflügelte uns dann noch einmal und so entspannten wir den Rest vom Nachmittag im Waldbad in Cunnersdorf. Von dort gab es ein Shuttle-Service zurück ins Basecamp, wo wir abends Pizza auf dem Lagerfeuer machten und die Tage mit einem kreativen Abend ausklingen ließen. Aber nicht zu lange, denn am nächsten Morgen wollten wir zum Sonnenaufgang auf dem Pfaffenstein sein. Also ab ins Bett bis um 4Uhr auch wieder der Wecker klingelte. Die ca. 45min Aufstieg über etliche Treppen und durchs Nadelöhr waren eine eher ruhige Angelegenheit, da noch keiner so richtig in Stimmung zum Quatschen war. Doch oben Angekommen war alles perfekt und wir erlebten einen schönen Sonnenaufgang, Nebel im Tal und einem vielfältigem Gipfelfrühstück! Danach machten die meisten nochmal ein Nickerchen oben auf dem Fels, bevor wir noch weiter zur Barbarine liefen und immer mal wieder kleine Orientierungsspiele machten. Der Abstieg ging dann wieder über Zuwege zu Kletterfelsen und war somit wieder mehr klettern als wandern. Doch ohne großes Gepäck und ortskundigen Leuten machte dies allen Spaß. Und schwubs waren wir schon wieder in Pfaffendorf am Basecamp angekommen und die vier Tage vorbei, so dass wir schon wieder unsere 3stündige  Rückfahrt nach Brandenburg antreten mussten.

Pflegeeinsatz mit Junior Ranger und ihren Eltern im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Am 04.05.2019 waren wir Junior-Ranger mit einigen Eltern und Geschwistern im Einsatz zwischen Wolletz und Altkünkendorf. Tina und Elfi erklärten uns vor Ort, was zu tun war.

Unsere Aufgabe bestand darin, den Bereich des Biberdamms von lockeren Ästen zu befreien und an den Straßenrand zu legen, wo sie später abgeholt werden würden.

Außerdem sammelten wir Steine aus dem Flusslauf, die aus einer früheren Baumaßnahme weggespült wurden und später wieder für die Verstärkung des Damms benutzt werden können.

Alle hatten viel Spaß und haben sich bei den kalten Temperaturen warm gearbeitet.

Für uns Junior-Ranger war es ein richtiges Abenteuer, über Baumstämme zu klettern und mit Gummistiefeln im Fluss zu waten.

Zum Schluss gab es für alle Bratwurst, Kakao, Stockbrot und eine Kirchturmbesichtigung.

Danke an die fleißigen Vorbereiter und Grillmeister!

Bis zum nächsten Einsatz

Euer Junior-Ranger Anton (9 Jahre alt)

Junior Ranger und ihre Eltern unterstützen beim Störprojekt

Ich bin Junior Ranger Gracieund bin 8 Jahre alt.

Die Junior Ranger aus dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin traffen sich gemeinsam mit Ihren Eltern um bei der Wiedereinbürgerung des Baltischen Störes im Odergebiet zu helfen. Hier ein Bericht von Gracie Klockow:

Während unsererGruppenarbeit habe ich mit meinen Freunden von der Junior-Ranger-Gruppe Adler undunseren Eltern „Baltische Störe“ ausgesetzt.

Wir haben uns an derBlumberger Mühle versammelt, um zur Störaufzuchtstation zu fahren. Dort habenwir kleine Störe aus großen grünen Becken gekeschert. Sie wurden dann in einemWasserbehälter, der in einem Auto stand, gesammelt. Dann sind wir mit dem Junior-RangerBus nach Criewen gefahren.

Mit einer Sondergenehmigung ging es dann über den Damm zur Oder. Mein Papa und die anderen Männer haben die Störe aus dem Auto auf den Buhnenkopf geschleppt.

Alle Junior Ranger hatten kleine Eimer und haben damit die Störe aus dem großen Behälter gefangen und indas Wasser gesetzt. Dann waren sie in Freiheit. Einige von den Stören warenmarkiert mit gelben Fähnchen und schwarzen Nummern. Jeder wollte Fische mitFähnchen aussetzen.

 Der Mann vom Stör- Projekthatte uns erklärt, dass die Störe nach 15 Jahren zurückkommen. Ich habe meinenStör fotografiert und ich hoffe, dass er zurückkommt, wenn ich 23 Jahre alt binund er nicht vorher gefressen wird.

Wir hatten einen tollen Tag und wir haben sogar eine Urkunde bekommen.

Weiter Hintergrundinformationen:

Hintergrundinformationen

https://www.nationalpark-unteres-odertal.eu/stoer-projekt-von-der-un-dekade-biologische-vielfalt-ausgezeichnet/

Der NABU beteiligt sich an der Wiederansiedlung des Baltischen Störs. Überfischung,Verschmutzung und Verbauung von Flüssen rotteten ihn Ende des 19. Jahrhundertsaus. Nun soll der Baltische Stör wieder im Odereinzugsgebiet heimisch werden.Dazu wurden 15.000 eigens dafür aufgezogene Jungtiere des Urzeitfisches in dieOder entlassen.

Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung des Störs (GRS) und der Teichwirtschaft Blumberger Mühle beteiligt sich der NABU, gefördert durch Mittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), an dem nationalen Wiederansiedlungsprojekt Stör. In den vergangenen Jahren sind bereits mehr als 700.000 Jungstöre auf ihre gefahrvolle Reise in die Ostsee gegangen, im Herbst 2014 erstmals auch fast 15.000 Tiere aus der Blumberger Mühle. Sie sollen langfristig den Grundstock einer neuen, sich selbst erhaltenden Population in Deutschland bilden.